Anderssein interaktiv erleben

Rund zwei Wochen wird die interaktive Ausstellung „anders? – cool?“ in der HRS zu sehen sein. Sie soll für Toleranz und gegenseitigen Respekt werben.

Anderssein interaktiv erlebenBrake - „Kulturelle Andersartigkeit bereichert eine Gesellschaft, sorgt dafür, dass sie bunt und vielfältig ist.“ So beschreibt Petra Schrage von der städtischen Jugendarbeit das Kernthema der Ausstellung, die ab Montag, 21. März, im Neubau der Braker Haupt- und Realschule zu sehen sein wird. „anders? – cool!“ thematisiert die Lebenssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund – und deren Probleme, etwa mit der Sprache, mit beruflicher Bildung oder auch Behördengängen.

Zu sehen gibt es eine multimediale Ausstellung, bei der es Schautafeln, Fotos, dazu interaktive Elemente, wie ein Quiz zum Anklicken sowie verschiedene Medienstationen mit TV- und Musikkurzbeiträgen, zu erleben gibt.

„Die Kurzfilme beschäftigen sich mit Schicksalen von Menschen mit Migrationshintergrund, auch Musik aus verschiedene Nationen wird zu hören sein“, erzählt Petra Schrage, die gemeinsam mit Kollegin Rania Obaidat Schüler durch die Ausstellung führen wird. Zur Nachbereitung wird es für die Schüler einen Rallye-Fragebogen geben.

Vorgesehen ist, dass alle Braker Schulen mit ihren Schülern für je eine Doppelstunde durch die Ausstellung geführt werden. „Die Resonanz ist bislang sehr gut, allein das Gymnasium wird an drei Tagen mit seinen Schülern hier sein“, so Schrage. Robert Ringwelski, Leiter der Haupt- und Realschule (HRS), will das Thema seinen Schülern durch die Ausstellung näher bringen.

Bereits im Vorfeld der Ausstellung läuft an den Schulen eine Aktion, bei der Schüler mit Fotos dokumentieren, was für sie Andersartigkeit bedeutet. Petra Schrage: „Da gibt es keine Vorgaben. Auch etwa in Subkulturen gibt es Andersartigkeit.“ „Anschließend wird von Schülern im städtischen ,actimo’ eine Collage erstellt, die in der Ausstellung zu sehen sein wird“, so Rania Obaidat.

Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren. Nachmittags ist die Ausstellung auch für interessierte Besucher kostenlos zugänglich.

„Bis zum 1. April, dem letzten Veranstaltungstag, erwarten wir rund 1200 Schüler“, so Rania Obaidat. Keine Führung solle wie die andere werden. Petra Schrage: „Wir erhoffen uns von den Schülern auch für unsere Arbeit bei der Stadt neuen Input.“ Schulen können sich noch bis Donnerstag, 17. März, anmelden unter Telefon? 102231 oder Telefon? 102230.

Quelle: Nordwest Zeitung